Würfelspiel „Super-Six“ selbst herstellen

Würfelspiel „Super-Six“ selbst herstellen

Würfelspiel „Super-Six“ aus Holz und Konservendosen selbst machen

Diesmal ist der Handwerker und Bastler unter euch gefragt. Ich habe ein einfaches Würfelspiel aus Holzscheiben, alten Konservendosen und Holzdübeln hergestellt.

Das Spiel ist auch für kleinere Kinder geeignet und einfach zu lernen. Es ist unter dem Namen „Super-Six“ bekannt, in meiner Kindheit habe ich es unter dem Namen „Rio“ kennengelernt.

Es geht darum abwechselnd zu würfeln. Je nach gewürfelter Augenzahl steckt man ein Holzstifte an der entsprechenden Stelle in die Holzscheibe oder nimmt sich den Stift, wenn dort bereits einer steckt. Bei einer Sechs lässt man einen Stift in ein Loch in der Mitte fallen. Wer zuerst keine Holzstifte mehr in der Hand hält, gewinnt das Spiel. Zu den Regeln findet ihr weiter unten eine genauere Beschreibung.

Was benötigt man?

Das Spiel gibt es in unterschiedlichen Varianten, zum Beispiel als rechteckige Box. Ich habe mich für eine runde Version mit alten Konservendosen entschieden. Was benötigt man alles?

  • Konservendose
  • Holzscheibe mit einem etwas kleineren Durchmesser als der Durchmesser der Dose (selbst zuschneiden, alternativ gibt es diese auch im Bastelbedarf/Internet günstig zu kaufen)
  • Holz-Dübel oder Holzstifte (z.B. 6 mm dick)
  • Würfel (je nach Spielvariante ein oder zwei Würfel)
  • Permanent-Marker/Edding zum Beschriften
  • Bohrer

Ich habe Konservendosen genommen, die innen oben einen Rand haben, auf die man die Holzscheibe auflegen kann. Da die Holzstifte beim Würfeln einer Sechs in die Dose fallen, muss die Holzscheibe abnehmbar sein. Mit der Größe muss man ein bisschen experimentieren.

Herstellung des Spiels

Zunächst muss man die Holzscheibe in passender Größe rund ausschneiden, sofern man keine vorgefertigten Scheiben gekauft hat.

Im zweiten Schritt habe ich mir eine Markierung in der Mitte der Scheibe gemacht, hier kommt später das Loch hin, in das man die Holzstifte bei einer gewürfelten Sechs wirft. Am Rand der Scheibe macht man im Kreis fünf Markierungen für die anderen Augenzahlen des Würfels. Hier werden später die Stifte reingesteckt (bei Augenzahl eins bis fünf dürfen die Stifte nicht in diese Dose fallen).

Ich habe Holzdübel mit 6 mm Durchmesser genommen, Das Loch in der Mitte muss etwas größer gebohrt werden.

In die anderen fünf markierten Stellen auf der Scheibe bohrt man nun auch Löcher in der Größe der Holzstifte, allerdings nur so weit, dass man einen Holzstift dort reinstecken kann (nicht durchbohren). In diese Vertiefungen steckt man die Stifte später im Spiel rein oder entnimmt sie.

Als kleine Hilfe habe ich den Bohrer mit Band abgeklebt, um nicht zu tief in die Scheibe zu bohren.

So sollte es danach in etwa aussehen.

Jetzt ist das Spiel fast fertig, fehlt nur noch die Beschriftung der Löcher mit einem Edding. Die äußeren Löcher stehen für die Augenzahlen ein bis fünf, das größere Loch in der Mitte für die Zahl sechs. Ich habe zwei Varianten gemacht, für kleinere Kinder ist sicher die Variante mit den aufgemalten Würfeln etwas verständlicher, man kann aber auch einfach die Zahlen aufschreiben.

Damit ist das Spiel fertig! Ihr könnt am Schluss noch die Dose oder Scheibe nach Belieben anmalen oder verziehren.

Die Spielregeln

Die Regeln des Spiels sind relativ einfach und verständlich.

Die Standard-Variante: Zunächst erhalten die Mitspieler jeweils die gleiche Anzahl ein Holzstiften (ich würde mindestens sechs Stifte an jeden Mitspieler geben). Damit kann man die Dauer des Spiels je nach Alter der Kinder steuern.

Die Spieler würfeln reihum. Würfelt man eine sechs, kommt ein Stift in das mittlere Loch, fällt hinein und verbleibt auch in der Dose.

Wird eine andere Augenzahl gewürfelt, steckt man einen Stift in das jeweilige Loch, wenn der Steckplatz frei ist. Steckt dort schon ein Stift, muss der würfelnde Spieler dies rausnehmen. Man würfelt so lange, wie man Stifte in freie Plätze oder das Loch in Mitte stecken kann. (Alternativ kann man auch vorher abbrechen.) Sobald man einen Holzstift herausnehmen muss, ist der nächste Spieler an der Reihe. Herausgenommene Stifte nimmt man in seinen eigenen Stifte-Vorrat.

Wer als erster seinen Stifte-Vorrat „geleert“ hat, also keine Stifte mehr in der Hand hält, gewinnt das Spiel.

Eine Variante für Spieler, die schon etwas besser mit Zahlen umgehen können: Hier würfelt jeder Spieler reihum mit zwei Würfeln gleichzeitig.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten. Zum einen kann der Spieler sich dafür entscheiden, einfach die beiden Aktionen ausführen, die den Augenzahlen entsprechen (bei „5 + 6“ also etwa ein Stäbchen ins Loch und ein Stäbchen in Platz „5“ stecken). Zum anderen kann der Spieler auch die Summe der beiden Augenzahlen ausrechnen (bei „1 + 5“ also 6) und einen entsprechenden Zug ausführen. Übersteigt die Augensumme den Wert 6, darf der Spieler die Augensumme nach Wunsch in zwei günstige Zahlen aufteilen und dann beide Aktionen ausführen: würfelt er also beispielsweise „3 + 4“, so darf er „1“ und „6“ setzen oder auch „2“ und „5“.

Auch hier gewinnt der Spieler, der zuerst keine Holzstifte in seinem Stifte-Vorrat mehr hat.

Ich hoffe ihr habt Spaß dabei, das Würfelspiel selbst herzustellen und natürlich beim Spielen!

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